Excerpt for Die toten Lebensretter by Jens Löser, available in its entirety at Smashwords

Jens Löser

Die toten Lebensretter

Für meine geliebte Mama


Autobiografie

By Jens Löser

Smashwords Edition

Copyright 2011 Jens Löser



Smashwords Edition, License Notes

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Die toten Lebensretter

Der Typ liegt fest gekettet in einer Einzelzelle in irgendeinem baufälligen Knast im Osten von

Deutschland. Seine Arme sind am Bettgestell mit Handschellen festgeschnallt und die Beine sind durch eine Fußfessel am unteren Rand des Bettes fixiert. Er liegt reglos auf der braunfarbenen Polyacryldecke, seine Augen wandern unruhig im Raum umher und der Blick verrät, dass sein Hirn pausenlos arbeitet.

Nachdem er den Raum abgecheckt hat, beginnt er durch heftiges Rütteln mit den Armen die Handschellen zu überprüfen, doch es scheint sinnlos sich aus dieser eisernen Umklammerung befreien zu wollen. Trotzdem wandert, durch Überdehnung des Handgelenks, seine rechte Hand in die Hosentasche der Jeans und umklammert ein Feuerzeug. Nun beugt er sich mit seinem Oberkörper nach rechts und nähert sich dabei mit dem Kopf dem Feuerzeug, das er mit den Zähnen packt und durch eine Drehung auf die andere Seite in die linke Hand befördert. Die Hand mit dem Feuerzeug bewegt sich nach unten, soweit es die Handschelle zulässt und entzündet die Decke, auf der er liegt.

Er legt sich zurück, scheint sich zu konzentrieren und beobachtet die auflodernden Flammen.

Später, ein Schrei und noch ein Schrei und ein durchgehendes Schreien, bis sich die Tür öffnet, durch den Rauch Gestalten auftauchen und er, der Typ, nur noch etwas Sandiges in seinem Mund

spürt . . .

Stille!

Dieses Buch wurde geboren

an meinem 1. Todestag

Hiermit möchte ich euch vermitteln,

was auf euch wartet.

Denn ich habe es erlebt . . .

. . . mir zittert der ganze Körper!

Zu sterben!

Tot . . .

NICHTS ?

( Erwachen auf der Intensivstation für Schwerbrandverletzte )


Irgendwann


Da bin ich mir sicher,

ist die Zeit gekommen

in der sich alles,

wirklich alles

zum Guten wenden wird.

Die verwandten Seelen

werden sich vereinen und

eine gewaltige Macht

entwickeln, die niemals

zugrunde gerichtet

werden kann.


Kapitel 2

Der Typ streift scheinbar ziellos durch die Münchener Innenstadt. Ziellos vielleicht, aber nicht planlos. Seine innere Stimme treibt ihn voran. Auf einem Werbeplakat sieht er ein Bild mit einer unauffälligen Schrift versehen. Für ihn ist es eine Botschaft, der er nachkommen muss. Der Hinweis deutet eindeutig auf seine erste Frau, einer unvergesslichen Liebe, ihren Spuren zu folgen ist eine wahre Herausforderung.

Die nächst gelegene U-Bahn-Station ist die seine. Er studiert den Fahrplan und entdeckt eine für ihn markierte Haltestelle. Dort in der Umgebung muss diese einzig wahre Liebe angesiedelt sein. Da wird er auch, die nun schon eine Zeit lang oberirdisch verkehrende U-Bahn verlassen. Er merkt sofort diese Aura des Randbezirkes, der so simpel strukturierten Zusammenstellung von Einfamilienhäusern und sehr begrenzt anmutenden Kleingärten mit vielen Rasenflächen, die leicht zu pflegen sind. Für die deutsche Ordentlichkeit.

Hier könnte sie sich wohl fühlen, hat sich bestimmt ein paar Tiere zugelegt. Einen großen Hund, Katzen, Häschen, Meerschweinchen und Vögel.

Er konnte sich auch gut vorstellen, dass sie, wenn sie die Zeit dafür findet auch mal durch die Landschaft reitet.

Er begibt sich auf die Suche nach einem ihren Stiel entsprechenden Haus zu forschen. Eines, was hier aus dem Rahmen fällt und IHRE eigene Note trägt. Der Vorgarten mit üppigen Stauden bedeckt, jede in einer anderen Farbe blühend und doch stimmig. Im Hintergarten ist bestimmt ein vielseitiges Kräuterbeet angelegt, um die Kochkünste zu verfeinern. Dann eine große Spielwiese für die Kleinen mit Obstbäumen auf denen geklettert werden kann. Der Lieblingsbaum, ein Ginko biloba fehlt mit Sicherheit nicht.

Enttäuscht muss er allerdings feststellen, dieses Haus existiert hier nicht. Mit gesenktem Haupt verlässt er diese Örtlichkeit und steigt in die U-Bahn und fahrt Richtung Schwabing, um dort weiter zu sehen. Ausgestiegen und sofort die Richtung Universität, die Leopoldstrasse runter in Angriff genommen. Am dort gegenüber gelegenen Brunnen ein paar Türken abgefasst und ab in den Englischen Garten, auf die Wiese fletzen und den Tag, Tag sein lassen. Ab und an mal aufblicken, um die Sportverrückten zu beobachten, die entweder Volleyball oder Baseball spielen. Manche, zu zweit, stehen mindestens 50 Meter auseinander und werfen sich sehr geschickt eine Frisbeescheibe zu.

Auf dem Weg zum Monopteros begegnet er alten Bekannten, am Wegesrand eine Decke ausgebreitet und den selbst angefertigten Schmuck feilbietend, grüßt er flüchtig beim Vorüberschreiten. Am Mops oben angelangt fällt er dem einen oder anderen Freund in die Arme. Es liegen mittlerweile Monate dazwischen, als er das letzte Mal da war. Im Grunde hat sich nichts geändert, die selben Leute - vertraute Gesichter in denen sich der alltägliche Rausch in ihren Augen widerspiegelt. Diese exzessive Zeit glaubte er hinter sich gelassen zu haben und doch brennt sich der Gedanke an eine extrem coole Zeit ein. Tag ein Tag aus lag ein Hauch von Abenteuer in der Luft. Was wird er wohl bringen? Durch den Sog einer gewaltigen Energie, die nur so sprudelte angetrieben erfolgreich die Zeit nutzen. Am Hauptbahnhof hatte er seinen Stammplatz. Dort traf er auf Alkis und Linke und Punks, die immer Tabak und Bier oder Sangria am Start hatten. Meist wurde die Ansammlung durch diese uniformierten Blauröcke zerstört, so dass er unweigerlich seinen Weg fortsetzen musste.

Vom Bahnhof zurück durch die Kaufinger-Straße Richtung Marienplatz, kurz das 12.00 Uhr Glockenspiel mitgenommen und den Touries beim Filmen zugeklotzt. Gleich anschließend nach rechts in den drei stöckigen Hugendubel rein. Münchens größter Buchladen, in dem er sich damals die Fachliteratur zur Zierpflanzen-Gärtner-Ausbildung kaufte. Da musste er ziemlich viel Kohle lassen: ein Schinken über die Aufzucht von der und der Pflanze, dem möglichen Schädlingsbefall in Monokulturen, Düngerkapazität, Wärme- und Feuchtigkeitsgehalt der Luft usw. Hat tatsächlich 125.-DM gekostet, bei seinem spärlichen Lehrlingsgehalt.

Im 2.Stock, per Rolltreppe erklommen, schnappe er sich fünf Taschenbücher, Charles Bukowski "Nicht mit 60 Honey", Jean Paul Sartre "Das Spiel ist aus", Hermann Hesse "Die Märchen", Philippe Djian "Erogene Zone" und Stefan Zweig "Die Schachnovelle". Damit bewaffnet setze er sich in die einen halben Stock tiefer gelegene Leseecke. Nach einer Stunde schmökern beschließt er alle Werke zu erwerben, kaufte davon zwei und doch stehen sie alle in seiner Schrankwand.

Die folgenden Nächte sind sehr kurz mit Schlaf bedacht, immer wieder schwirren irgendwelche Ideen durch seinen Kopf, so dass er manchmal weit über Mitternacht loszieht, einer plötzlichen Eingebung folgend, rastlos und blitzartig. Diese muss unter allen Umständen sofort in die Tat umgesetzt werden, denn womöglich ist es genau dann zu spät, wenn noch eine einzige Minute verstrichen wäre.

Es führte den Typ zu einer nahe gelegenen Diskothek, in der Nähe eines alten Schwimmbades. Da er ohne Geld unterwegs war und ein breiter Türsteher postiert war, musste eine Lösung gefunden werden, um dahinein zu gelangen. Er fackelte nicht lang: stellte sich vor den Eingang, zog seine Jacke, sein T-Shirt, seine Hose, Schuhe, Socken und die Boxershorts aus. Übergab dies dem verdutzt blickenden Türsteher in die Hände und meinte dies sei sein Eintritt. Der Türsteher zögerte, gab ihm die Klamotten zurück und bat einzutreten. Mit bestem Dank nahm er diese Einladung an. Was ihn darin erwartete war die reinste Enttäuschung, keine Freunde weit und breit, die extra wegen ihm aus ganz Deutschland zusammengekommen sind, um ihn die Entdeckung, das Talent hoch in den Himmel zu heben, ihn zum Star machen und groß herausbringen. Anstatt dessen, Normalos nichts Erwähnenswertes . . . Raus, aber ganz schnell, nur raus, raus, raus . . .

Kapitel 3

In der Intensivstation in Gelsenkirchen des Knappschafts-Krankenhauses konnte ihm nicht geholfen werden und er nun dem geheimen Ort übergeben wurde. Dort liegt der Typ auf einem Bett, dessen untere Seite flexibel ist und ständig durch sanftes Beschießen mit Sandkörnchen in Bewegung gehalten ist. Des Patienten linke Seite ist in Mitleidenschaft gezogen. Die Unterseite des linken Armes, die fünf Finger der linken Hand: Daumen und kleiner Finger komplett-, Zeige-, Mittel- und Ringfinger sind teilamputiert. Der Torso ist fast komplett verbrannt, die linke Brust nicht mehr vorhanden. Die Oberseite des linken Beines bis runter zum Schienbein, rechter Oberschenkel, handflächengroße Verbrennung 3. Grades. Die Vorhaut, und zum Glück nicht tiefer, auch weg. Der Bauchnabel musste aus diversen Hautpartien nachgebildet werden.

Der Rest der verbrannten Stellen musste nach und nach, in ungefähr 8 Operationen zusammengeflickt, transplantiert werden. Die Stellen, die vom Feuer verschont blieben, wurden dafür verwendet, um Haut für die kaputten Partien zu gewinnen. Bei den täglichen Verbandswechseln erlebte selbst das Fachpersonal so manch Überraschung "Ach, da ist ja eine neue Entnahmestelle, hoppla das kann etwas schmerzhaft werden", denn das Gitternetz hat all sein Fett bereits an die Wunde abgegeben. Irgendwann wusste er nicht mehr, was nun verbrannte Haut war und was nun für die Transplantation verwendet wurde. Sogar der gesamte Rücken, zu guter letzt brauchten sie die Kopfhaut, was zur Folge hatte, dass sich der Typ von seinen langen Haaren trennen musste.

Nach jeder verdammten OP lag der Typ auf dem besagten Bett, das voller Alpträume steckte. Lag es an den starken Schmerzmitteln, die sein Bewusstsein trübten, beutelweise Flüssigkeiten, die Tropfen für Tropfen in seine Venen flossen, mal am Hals, dann an der Leiste oder am Fuß. Eine Stelle war immer aufnahmebereit.

Ein Traum war, dass sich unter ihm ein Becken befindet, in dem Piranhas angesiedelt sind und ihn von unten anknabbern würden. Seine Aufgabe bestand darin, diese aggressiven Biester in Friedfische zu verwandeln, die sodann in die Weltmeere entlassen werden.

Einmal war ihm so zumute, als hätte er seinen gesamten Körper abgestoßen und bestehe nur noch aus seinem Kopf, in dem alles Lebensnotwendige enthalten war. Der Schädel lag am oberen Ende des Bettes und war nicht einmal in der Lage, den Alarmknopf zu drücken. Langsam kam der Eindruck seines Körpers zurück, aber unkoordiniert, so dass er ihn erst wieder zusammensetzen musste.

War er nun klar .im Kopf? Eines Nachts besuchte ihn der Tod in Gestalt von zwei Gerippen. Sie sprachen miteinander in einem undefinierbaren Wortlaut. Nach ein paar Fetzen bekam der Typ mit, worum es ging.

Er, der Typ, war doch schon den beiden geweiht gewesen, doch warum hing der so an seinem Leben? Er versuchte mit dem, der dieses Rätsel aufwarf, in Kontakt zu treten, indem er von reinem, frischen Wasser erzählte und fragte, ob er, der eine hohle Glotz nicht spüren wolle, wie es sich anfühlt, die Schwere des Lebens zwischen seinen Luftdurchzogenen Knochen zu fühlen. Der Andere war sehr erbost darüber und wollte zum Rückzug auffordern. Doch war das Interesse geweckt, so dass der Zweite das köstliche Nass zu sich führte und die sich ausbreitende wohlige Lebenslust ihn verzauberte. Der Andere zog resigniert davon. Der zum Leben gefunden hatte, bedankte sich und äußerte den Wunsch, ihn mal wieder zu sehen.

Kapitel 4

In der Klinik erfuhr er, dass die Medizin auf der Erde noch nicht so weit sei, um derart großflächige Verbrennungen zu heilen. Er wäre jämmerlich verreckt. Er fühlte sich wohl in der heutigen Zeit zu leben und sah ein, dass die futuristische Klinik ihn gerettet hat. Sie schwebte irgendwo im Umkreis der Erdatmosphäre, nah des himmlischen Glaubens, in sicherer Entfernung von äußeren Einflüssen. Dahinauf werden Menschen geborgen, deren Tod ein großer Verlust wäre. Sie werden wieder zusammengeflickt und physisch und mental trainiert und für höhere Aufgaben ausgebildet.

In dem Institut der Wolken sind all die totgesagten Wissenschaftler, Ärzte, Forscher, Schamanen, Medien und allerhand mystische Phänomene vereinigt. Das gesamte Areal ist von einer Art Garten Eden umgeben, in dem die jahrtausend alten Heilpflanzen gedeihen. Diese werden zum Beispiel dafür genutzt, um die zerstörte Ozonschicht zu flicken, so dass der drohende Treibhauseffekt vermieden werden kann. Der Typ erhält den Auftrag, zur Erde zurück zu kehren, den Menschen vermitteln, worum es in Zukunft geht, so dass die zukünftigen Generationen eine Möglichkeit bekommen, miteinander zu leben. Auf unserem Planeten, denn wir haben nur diesen einen und keine Möglichkeit, dem zu entfliehen.

Deshalb haben sich bestimmte Menschen zusammengefunden, deren Wärme, Liebe, Lebensfreude von Mutter Natur mitgegeben wurde und deren Energie und Kraft andere Individuen mitreißt. Sie finden den Einklang mit ihrem persönlichen Umfeld und bauen sich Tag um Tag mehr Wohlbefinden. Alle Art von Pflanzen, hie und da ein geselliger Zeitgenosse, der dich mit seiner Liebe überfallt, weil er dich schon an deiner Stimme erkannt hat, Schwanz wedelnd und freudig jaulend auf dich zurast und dich fast zum Umkippen treibt.

Nach einem Tag fortbleiben, maunzt sie, die 7-jährige, ihn schon unten an der Haustür vernommen, der Schlüssel im Schloss, sie gleich dahinter, sieht ihn und maunzt und schleicht um die Beine herum. Nach dem Fressen, der Napf randvoll, kommt sie nach 30 Sekunden an und schmust und er war der Meinung, sie wäre ausgehungert.

Anfang nächsten Monats kommt eine Königs-Python von 50 Zentimeter Länge und 5 im Durchmesser ins Haus. Zurzeit liegt sie in einem winzigen Terrarium in der Zoohandlung und sieht sehr imposant aus, dunkelbraun mit zart anmutenden gelblichen Schattierungen. Der Typ sehnt sich, bis zu dem Zeitpunkt, an dem er den Transportbehälter öffnen wird, sie in das vorbereitete Terrarium gleiten lassen wird, den Moment abwartend, dieses wunderbare Geschöpf in seinen Händen spüren zu können.

Der Typ streift so durchs Leben, lebt manchmal in seinen Erinnerungen, die nicht viel Gutes zu bieten haben und doch hat er diese Zeit hinter sich gelassen. Seine liebste Frau, kann und will er nicht vergessen, denn sie zeigte ihm eine Welt, die nur eine Frau vermitteln kann. Die Liebe musste durch Höhen und tiefe Tiefen, sie schweißte beide aneinander. Es gab kurze Momente, in denen jeder Seins tat, doch waren sie vereint, so freute sich Jeder auf Jeden. War der Eine mal hier zu sehen, war die Andere nicht weit entfernt.

Sie liebten es, sich in die Augen zu sehen, ihre mandelförmig süßen Augen. Eines Tages

blickte sie ihm dermaßen tief in seine Augen und rief plötzlich: " Stopp, still halten ! ! ! " Er ganz verdutzt, war sich keiner Schuld bewusst . . . Ihre Hände umklammerten seinen Schädel und starrte in sein linkes Auge: " Das gibt es nicht, 1, 2, drei orange-farbene Punkte! Neben der Pupille, in dem grau-grünen Hintergrund, setzen sich deutlich ab." Seitdem weiß er, warum seine Lieblingsfarbe orange ist. Sie wirkte asiatisch und doch auch wieder nicht, sie war für ihn wie eine tägliche Neuentdeckung. Im ersten halben Jahr war anfangs seine Zuneigung riesig und er wollte sie damit nicht Überrennen, später, so hatte er das Gefühl sie möge ihn nicht so recht und begann, neu um sie zu werben.

Die geniale Goa-Mucke führt das Schreiben in einer Art und Weise voran, das Spiel mit den Worten, den damit verbundenen Gefühlen, die Bässe, die Höhen die Tiefen, der Pro-Logis-Sound, der mit der Stimmung spielt und gewaltige Schwingungen erzeugt, die dann im Rhythmus des Schreibens übergehen.

In der Zeit der wahren Liebe und dem Füreinander-Dasein, war das Jing und Jiang vereint, Frau und Mann, keine Gegensätze, sondern eine Familie. Das Spüren der vertrauten Haut, die Stellen ertasten, bei denen allmählich das Atmen schneller wird, bei beiden. Im richtigen Moment, wenn sich die Münder ineinander verschlungen haben, die Hände im Nirgendwo taumeln, sich der Situation besinnen und dahin wandern, wo es richtig gefühlvoll ist. Der Mund, dessen Zunge wandert vom Hals, am Ohr vorbei, zu den Brustwarzen hinab und vergnügen den Lustgewinn. Das Ohr am Herzen angepresst, um den Takt zu hören, wie schnell das Blut fließt. Der Kopf setzt sich in Bewegung und geht tiefer in die Frucht, wie eine satte reife Feige, in die man am liebsten hineinkriechen würde. Sie, die Perle, Darling ist voll involviert und wirkt darauf hin sich komplett zu verschlingen, um ihn tief in sich zu spüren, sein pulsierendes Glied und den im Höhepunkt der Gefühle, den wärmenden Saft des Lebens in sich aufsaugen. Ob irgendwo auf einem Rastplatz im Auto, oder gemütlich zu Hause, sie hatten oft Lust aufeinander und lebten es aus. In dieser Zeit hörten sie "The Cure" ( 17 seconds ), "Deine Lakaien" (Love me, to the end), "Nick Cave", "Nina Hagen( die alten Sachen), "Sisters of Mercy" ( alles, was es von denen gab ).

Fast vier Jahre ging diese Liaison und hat den Typen tief geprägt.

Er zieht jeden Tag durchs Leben und versucht etwas daraus zu machen, etwas Sinnvolles? In einem abgelegenen Park lässt er sich gemütlich ins Gras nieder, keiner weit und breit, Ruhe Einen zu rauchen.

Sein Blick findet einen kleinen weißen Hut. Den hatte er das erste Mal in London auf einem Button seines Vorarbeiters, der täglich breit war, gesehen. Ein grell-grüner Hintergrund, davor drei unterschiedlich große Psyllos. Genau das war so einer. Er beugte sich vornüber, um näher ranzukommen und ihn pflückte und nach kurzer Betrachtung ihn in seinem Munde verschwinden ließ. Er schmeckte nach Wald, das konnte ja nicht verkehrt sein. Wo einer steht, gibt's auch welche in der Nähe. Also rappelte er sich hoch und inspizierte die Wiese und ward fündig geworden. Es waren sogar welche über, die er auf Zeitungspapier

trocknen ließ.

Später erfuhr er, dass dieser Park vorher ein alter Friedhof war, der platt gemacht wurde, weil die Gelder fehlten, den Toten die letzte Ehre zu erweisen. Geheiligter Boden, mystisch anmutend.

Kapitel 5

Es gibt Menschen, deren Todeswunsch so stark ausgeprägt ist, dass dadurch ihr tägliches Dasein völlig brach liegt. Der Typ traf auf einen sehr gebildeten Mann mittleren Alters, der soweit mit sich abgeschlossen hatte, dass er zum Beispiel in der Kunsttherapie nur schwarze Kreise mit Wasserfarben aufs Papier pinselte. Diese sollte er sodann beurteilen, was das ausdrücken soll . . .

Aber wo wollen diese Menschen hin? Ins Ungewisse, ins Nichts? Worauf warten sie, darauf, dass sie geholt werden, oder wagen sie einen eigenen Schritt, wie? Da gibt es unzählige Möglichkeiten!

Ist's vollbracht, was dann, besser? Warten auf die Reinkarnation, zu was, ein Wesen, ein Baum oder Strauch, Wasser, Wind oder Wolke?

Vielleicht treffen sie auf all die Menschen, denen sie je begegneten, auf der anderen, dunklen, mystischen Seite. Hände lesen: Lebenslinie, Liebeslinie, Gesundheit, Pech und Glück sind in der Hand seit Geburt an vorbestimmt. Tarot-Kartenlegen ist eine Wissenschaft für sich. Meditation, in sich kehren können, erlernbar, Autogenes-Training, Entspannung, das Fühlen spüren. Bewunderung gilt den tibetanischen Mönchen, deren Disziplin, Körperbewusstsein und Erachtung an dem Guten im Menschen. In unserer Zivilisation würden sie herbe enttäuscht sein. Ähnlich erging dies einem Häuptling einer kleinen karibischen Inselgruppe, also das Paradies auf Erden und er kommt als Gast nach Europa. Darüber gibt es ein Buch, das der Typ seiner geliebten Ma schenkte, als es ihr sehr, sehr mies ging. Der Häuptling fand gar keine Worte für das, was wir als normal empfinden. So wundert er sich, warum wir Schuhe tragen und nannte sie Tierleder-ummantelter Fußschutz. Was ein Auto war, wusste er gar nichts mit anzufangen.

Der Typ freut sich auf die VOOV-EXPERIENCE 2004, die Mutter der GOA-Parties, mit über 20.000 Menschen. Das Greifswalder Pärchen will den Typen mit Auto abholen und am zweiten Tag anreisen, da das Ticket nur noch die Hälfte kostet. In der Mitte von der Verbindung Berlin-Hamburg, Putlitz GERMANY.

Er hat nie ein derart großes Open-Air-Event miterlebt.

So ein Nigel nage1 neues Nokia-Handy sein Eigen nennen zu dürfen ist genial. Mit Foto-Funktion, zum Versenden, das Simsen lustiger Texte, ab und an auch mal telefonieren. Man hält Kontakt mit massig von Leuten, was einen auch mal nerven kann. Ständig! WICHTIG. Was gibt es denn schon so Wichtiges zu berichten. Dass man sich mit Kettenrauchen und Kaffee-Saufen satt und wach hält, denn Schlaf bekommt man genug im Ableben.

Zeile um Zeile darum ringen, dass es nicht zu flach wird und die Lust am Lesen verebbt. Der Tod jeden Buches! Worte wählen, die sich nicht stetig wiederholen, sagen, was Sache ist, nicht zu weit abschweifen, Kapitel um Kapitel erkämpfen. Der eigenen Linie treu bleiben und bis zum Ende hin immer überdachter werdend, um die Kurve zum Erlebniserguss nicht haarscharf zu verfehlen. Das Lesen der vortägigen Seiten, die Korrektur des Ausdruckes, des Inhaltes, der Rechtschreibung. Es soll nicht nur eine Geschichte sein, von irgendjemandem, über irgendwas im Nirgendwo, sondern etwas fürs Leben, für jeden persönlich, in seinem Kopf, in seinem Leben. Ein New-ROMAN, der unvergessen bleibt, sich quasi ins Hirn einbrennt.

Wir sind gerade in der Mitte der Weltentstehung. Der Stern ist die Grundlage für die Energie, die Leben entstehen lässt. Dafür ist der Grundstoff Wasser nötig, da es genau der Temperatur angepasst ist. Steht der Planet zu nah an einer Sonne, ist dies zu heiß. Umgekehrt ist's zu kalt.13.Milliarden Jahre ist unser Sonnensystem jung. Wasserstoff und Helium ist im Universum vorhanden, sie lernen miteinander zu harmonieren und entwickeln sich zu einer schwereren Materie, die sich ausbreitet, wächst?. Ein SCHWARZES-LOCH ist das Ende, völliger Materieverlust, die Teilchen sind sehr stark zusammengepresst und jeglicher Energie, wie Licht, Radiowellen entzogen. Einer alleine merkt nichts, er hat ein eigenes Zeitempfinden und Entfernungen wirken dadurch kürzer, im Vergleich zu uns schon, durch Kontakthalten und Infos austauschen. Die allseits bekannte RELATIVITÄTSTHEORIE: Wird jedes bisschen relativiert, kommt man auf keinen grünen Zweig, und verebbt im " getnow ".

Kapitel sex

Er wollte seinen Pa nicht verletzen, als er ihm sein erstes Werk: " Der Inhalt des Mundes „, gebunden und vom BruderHERZ illustriert, richtig stimmig schickte. Nein, Pa war sauer, fühlte sich mit dem letzten Gedicht angegriffen. Selber schuld, Mimose! Vom Zweiten: " Eine Träne quält sich aus meinem Augenwinkel, die von Erinnerung erzählt ", weiß er sicherlich nichts, obwohl es sehr reifer daherkommt, der Band. Der Bruder schickte Skizzen, die den Lieblingsgedichten zugeordnet wurden. Er berichtete auch davon, dass er andere Gedichte zitiert hat. Auch wurde die ein oder andere Lesung mit verschiedenen Autoren gehalten und endete immer mit Applaus, des Künstlers Lohn. In nächster Zeit soll in Greifswald eine ART Lesewettstreit sein, bei dem das Publikum entscheidet, ob man in die nächste Runde kommt und so Level um Level aufsteigt, bis . . . ?!

Bis Jahresende soll die Zeitschrift " Die SANDUHR " erhältlich sein, in dem 5 mitwirken. Natürlich erscheint " Die toten Lebensretter " früher. Welcher Verlag das übernehmen möchte, steht in den Sternen.

Im Internet geht es bestimmt unter, da es zu komplex geworden ist und man da landet, wo man gar nicht hin wollte, Verwirrung.

Verwirrung stiftete vor kurzem eine Erscheinung in Gestalt einer Frau. Sein Herz schwebte sonst wo, aber cooles Feeling, lang nicht vorgekommen. Zufällig? An einer Bushaltestelle, sie, umhüllt von einem kleinen Trupp Behinderter. Macht sie ein freiwilliges soziales Jahr? Der Zivi auf dessen T-Shirt www.bleicheneck.de und er wusste, wo sie zu finden ist. Ein Brief wurde überreicht, nicht persönlich, aber ein netter Kerl, der beim Wiedersehen nach der Liebe fragte und so eingeweiht ist. Langsam, behutsam nähert er sich ihrem Revier, sucht sie auf, flüchtig, sie beim Play-Station zocken, Motocross in der Wüste mit besagtem Zivi. Dem Typen verschlug es schier die Sprache, so dass er etwas von seiner Ex faselte, diese aber schon weg war und er das Weite suchte. Das kurze Erhaschen IHRES Blickes, war für ihn genug für den nächsten Schritt. Das erneute Wiedersehen wird mit einem schönen bunten, selbst zusammengestellten Blumenstrauß sein, wenn aller Mut zusammengeführt ist und es der völlig unerwartete Moment an der unmöglichsten Stelle, im unpassendsten Augenblick, am besten gegenüber ihres Freundes. STRESS ! ! ! Nicht bei ihm, sondern bei den beiden zu Hause. Mindestens steht die Gabe eine ganze lange Woche, bei der Qualität, die er gewählt hat. Für SIE, würde er Worte finden, für deren Gefühlsmacht er gar nie zu träumen in der Lage wäre, aber sieht er SIE, öffnet sich ein Tor in eine andere Dimension, einem Weib derart ausgeliefert sein, gefährlich, wie ein scharfer Sprengsatz einer verdammten Atombombe, deren Kernspaltungspilz vernichtend, bis ins Mark wäre. Wahrlich r a d i o a k t i v . . Stimmt die Biochemie, ist man dieser verfallen, bis eine Zusammenkunft stattfindet und zwei Welten, Tore sich öffnen, diese gemeinsam erkunden und die Energie nutzen in die nächst gelegene Dimension steigen, dort verweilen und genießen so lange es geht.


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